Alles wirkliche Leben ist Begegnung (Martin Buber)
Alles wirkliche Leben ist Begegnung (Martin Buber)

Kirchen

Als Mitarbeiterin der katholischen Kirche, ich bin Pastoralreferentin im Bistum Mainz, liegt mir dieser Bereich meiner Tätigkeit als Mediatorin in besonderer Weise am Herzen.

 

Kirchen sind nicht nur Institutionen, die für Glaubensfragen zuständig sind, sie zählen in Deutschland auch zu den größten Arbeitgebern.

Wie in anderen Unternehmen gibt es auch in kirchlichen Organisationen vielfältige Konfliktfelder. Hier kann Mediation auf allen Ebenen helfen, Konflikte zu lösen und neue Formen der Konfliktlösungen kennen zu lernen und zu verankern.


"Mehr noch als in nicht-kirchlichen Organisationen spielen bei Entscheidungen innerhalb
kirchlicher Organisationen neben persönlichen auch ethische Grundhaltungen
und Werteorientierungen wie z.B. Brüderlichkeit, Geschwisterlichkeit und Nächstenliebe
eine wichtige Rolle. Vor diesem Hintergrund geht es bei Sachentscheidungen
häufig nicht nur um die Sachentscheidungen allein, sondern Sachentscheidungen
beinhalten oft auch die Fragen nach dem kirchlichen Auftrag, der kirchlichen Ausrichtung
oder „Politik“, letztlich nach Glaubensvorstellungen. So kann beispielsweise
die Entscheidung, ob ein Jugendraum ausgebaut wird oder nicht, ganz unmittelbar
die Frage berühren, ob die betreffende Gemeinde mehr Sozialarbeit oder mehr Verkündigung
des Evangeliums und Spiritualität vertreten möchte. Hier können heftige
Konflikte entstehen, die aber im kirchlichen Kontext oft nur unzureichend offen ausgetragen
werden. Sie schwelen im Verborgenen und beeinflussen die Arbeitsatmosphäre und die Arbeitsresultate nachteilig. In solchen Konflikten kann Mediation durch
einen unparteiischen Dritten helfen, die Konfliktebenen zu trennen, sichtbar zu machen
und tragfähige Kompromisse mit allen Beteiligten zu finden.

 

Chance durch Mediation in der Kirche: Streitkultur entwickeln
Bei Mediation in kirchlichen Organisationen geht es nicht nur darum, einmalig einen
konkreten Konflikt innerhalb der Organisation, der Gemeinde, im Kirchenvorstand
oder zwischen Gemeinden zu lösen. Vielmehr ist es wichtig, die Kommunikation in
der Organisation entscheidend zu verbessern; eine eigene Streitkultur zu entwickeln,
die die unterschiedlichen religiösen Wertvorstellungen berücksichtigt und wertschätzt.
Dies ist um so zentraler, als der Zusammenschluss von Gemeinden und die
finanziellen Einsparungen auch im kirchlichen Bereich dazu führen, dass die Arbeitsbelastung
der kirchlichen Arbeitnehmer - ähnlich wie im gesamten Wirtschaftsleben -
steigt und die Arbeitskraft möglichst nicht durch Konflikte beeinträchtigt werden
sollte..."

(Zitat aus: Information 6: Mediation in der Kirche, Bundesverband Mediation e.V., Fachverband zur Förderung der Verständigung in Konflikten, www.bmev.de)

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